Wissenswertes über Reifen

Alles zum Thema Auto und Reifen

ABE

ABE steht für Allgemeine Betriebserlaubnis. Die Allgemeine Betriebserlaubnis muss für jeden Pkw erteilt werden. Das geschieht automatisch bei der Aushändigung des Fahrzeugscheins. Wenn Änderungen am Auto vorgenommen werden (Tuning o.ä.) müssen diese vom TÜV abgenommen und in den Fahrzeugbrief eingetragen werden.

ReifenGlatt

Abrieb

Beim alltäglichen Fahren und Bremsen mit dem Auto nutzt die Oberfläche der Reifen ab, man spricht hierbei vom Abrieb oder Verschleiß. Der Abrieb bei Reifen ist ganz natürlich, Sie sollten daher regelmäßig das Profil Ihrer Reifen checken: Winterreifen sollten mindestens 4 mm, Sommerreifen 3 mm Profil haben.

Abriebsbild

Das Abriebsbild eines Reifens liefert nützliche Hinweise beispielsweise auf Fehleinstellungen am Fahrwerk oder auf falschen Luftdruck. Die regelmäßige Kontrolle der Räder und des Fahrwerks beim Reifenfachhändler ist spätestens alle 10.000 km empfehlenswert. Die regelmäßige Überprüfung des Luftdrucks am Reifen sollte für jede Autofahrerin und jeden Autofahrer Routine sein. Sehen Sie auch: Abrieb, Profiltiefe

ABS

ABS ist die Abkürzung für Anti-Blockier-System. Dieses System ist eine Bremshilfe, die durch automatische Stotterbremse das Blockieren der Räder bei einer Vollbremsung verhindert und so das kontrollierte Lenken des Fahrzeugs in Gefahrensituationen ermöglicht. Mittlerweile sind alle Neuwagen mit ABS ausgestattet.

Abschleppen

Unter dem Wort Abschleppen, versteht man das Ziehen eines Fahrzeuges. Das defekte Fahrzeug wird von einem anderen Fahrzeug, oder auch von einem Abschleppfahrzeug gezogen. Es gibt neben dem Abschleppseil noch weitere Methoden:

  • Abschleppstange
  • Abschleppachse

Bei allen drei Methoden ist jedoch zu beachten, dass in der Mitte des Abschleppseils, der Stange oder auch der Achse, ein kleines rotes Fähnchen angebracht ist, damit für die anderen Verkehrsteilnehmer der Abschleppvorgang eindeutig erkennbar ist.

ACC

ACC steht für Adaptive Cruise Conrol und gehört zu der Gattung der Fahrerassistenzsysteme. Es regelt die Geschwindigkeit des Fahrzeuges und den Abstand zum Vordermann. Durch einen Radarsensor wird der Raum vor dem Fahrzeug überwacht. Je nach Abstand zu den anderen Fahrzeugen wird die Geschwindigkeit entsprechend gedrosselt oder beschleunigt.

Achsposition

Die Achsposition ist beim Reifenwechsel zu beachten. Sie gibt an, wo ein Reifen eingesetzt wurde und jetzt eingesetzt werden soll. Die Kräfte, die auf die Fahrbahn übertragen werden müssen, sind auf der Lenkachse anders als auf der Antriebsachse und hängen darüber hinaus auch von der Antriebsart (Front-, Heck- oder Allradantrieb) ab. Generell gilt: Die besseren Reifen mit höherer Profiltiefe sollten auf die Hinterachse. Um eine gleichmäßige Abnutzung der Reifen zu erreichen, können die Radpositionen verändert werden. Auch das Umstecken über Kreuz (VL nach HR usw.) kann bei nicht laufrichtungsgebundenen Reifen, die Abnutzung verbessern.

Alterung

Reifen altern aufgrund physikalischer und chemischer Prozesse beispielsweise durch Witterungseinflüsse wie UV-Licht, Feuchtigkeit sowie extrem hohen oder niedrigen Temperaturen. Dadurch verändern sich Elastizität und Haftfähigkeit des Reifens. Das gilt auch für nicht oder wenig benutzte Reifen. Um diesem Prozess entgegenzuwirken, werden dem Material Substanzen zugegeben, die den Alterungsprozess stark verlangsamen. Damit ist gewährleistet, dass auch ein, mehrere Jahre (maximal 5 Jahre) sachgemäß gelagerter Reifen der Spezifikation eines Neureifens entspricht und in seiner Verwendungstauglichkeit nicht beeinträchtigt ist. Es wird empfohlen, Reifen nach zehn Jahren durch Neue zu ersetzen.

Andreaskreuz

Das Andreaskreuz spielt nicht nur als Verkehrszeichen eine wichtige Rolle, sondern beispielsweise auch in der Chemie (Gefahrensymbol), oder auch im Fachwerkbau. Als Verkehrszeichen wird das Andreaskreuz für verschiedenen Situationen verwendet:

  • als Vorschriftzeichen vor Bahnübergängen: dem Schienenverkehr Vorrang gewähren
  • als Halteverbotszeichen: Haltverbot auf der Fahrbahn
  • als Gefahrenzeichen: Kreuzung oder Einmündung mit Vorfahrt von rechts

Anforderungsprofil

Eine Vielzahl von Eigenschaften, die ein Reifen einmal haben soll, wird bereits in der Entwicklungsphase festgelegt. Die Anforderungen reichen von Brems-, Aquaplaning- und Handlingeigenschaften über Abriebfestigkeit und Komfortverhalten bis hin zu Geräuschentwicklung und Rollwiderstand, außerdem sollen die Reifen möglichst leicht sein. Letztendlich gilt: Jeder Reifen hat die ihm zugeordnete Traglast und max. Geschwindigkeit des Fahrzeugs (plus TÜV-Toleranz) zu erfüllen, d.h. das Auto, das auf ihm lastet, zu tragen. Dabei muss die maximale Summe der Antriebs-, Brems- und Seitenkräfte bei unterschiedlichsten Witterungsbedingungen sicher auf die Straße übertragen werden.

Aquaplaning

Aquaplaning setzt dann ein, wenn bei Nässe jeglicher Kontakt vom Reifen zur Fahrbahn abreißt, also die Räder auf dem Wasserfilm der Straße "schwimmen". Das kann bereits bei geringen Geschwindigkeiten passieren, wenn der Wasserfilm entsprechend hoch, und der Straßenbelag sehr glatt, oder das Profil weitgehend verschlissen ist. Aber auch bei geringen Wasserhöhen kann bei entsprechend hoher Geschwindigkeit Aquaplaning einsetzen. Um die Gefahr des Aquaplanings zu minimieren, haben die Reifenhersteller spezielle Gummimischungen und Profile entwickelt, die die Haftung auf der Straße vergrößern und das Wasser "wegschieben". Achten Sie auf ausreichend Profil und auf eine angepasste Geschwindigkeit bei Nässe, um die Gefahr des Aquaplanings zu verringern.

ASR

ASR ist die Abkürzung für Antriebsschlupfregelung. ASR verhindert ein Durchdrehen der Räder beim Anfahren, wenn Sie zu viel Gas geben. Durch das Drosseln der Gaszufuhr wird dafür gesorgt, dass die Räder wieder genug Grip haben. ASR verbessert die Beschleunigung Ihres Autos und der Reifenverschleiß nimmt ab.

Asymmetrisches Profil

Beim asymmetrischen Profil wurden unterschiedliche Profileigenschaften in einem Reifen vereint. An der Außenseite weisen diese Reifen zumeist eine geschlossene Schulter auf, die zu erhöhter Blocksteifigkeit und infolge dessen zu einer verbesserten Kurvenstabilität führt. Der offene, zur Innenschulter hin verlaufende Profilbereich dagegen übernimmt die Aufgabe der schnellen Wasserableitung. Reifen mit asymmetrischem Profil können beliebig auf dem Fahrzeug montiert werden, sie haben nur eine vorgeschriebene Innen- bzw. Außenseite, die es zu beachten gilt.

AU - Abgasuntersuchung

Die Abgasuntersuchung* findet - je nach der Art Ihres Fahrzeugs -entweder einmal im Jahr oder alle zwei Jahre im Rahmen der TÜV-Untersuchung statt. Wann diese fällig ist können Sie anhand der AU-Plakette auf Ihrem vorderen Kennzeichen ablesen. Die Plakette ist achteckig, das Jahr wird durch die Zahl in der Mitte angegeben und der Monat der nächsten AU-Untersuchung weist nach oben. Die Abgasuntersuchung ist Pflicht. Werden Sie mit einer ungültigen AU-Plakette erwischt, können Sie mit einer Strafe in Höhe von 15,00 Euro rechnen (bei einer Fristüberschreitung von 2 - 8 Monaten). Bei mehr als 8 Monaten gibt es einen Strafpunkt im Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg (KBA) sowie ein höheres Bußgeld. * Die AU für Benzinfahrzeuge ohne Katalysator (oder mit ungeregeltem Kat) ist jährlich vorgeschrieben. Die AU für Benzinfahrzeuge mit geregeltem Kat und für Dieselfahrzeuge ist bei einem Neuwagen erstmals nach drei Jahren fällig, danach alle 2 Jahre.

Aufstandsfläche

Die Aufstandsfläche ist der Bereich des Reifens, der den Untergrund berührt und damit den Kontakt zur Fahrbahn herstellt. Die Aufstandsfläche ist bei Straßenfahrten nicht größer als die Fläche einer Postkarte, was den hohen Stellenwert des Reifens als Sicherheitskomponente am Fahrzeug deutlich unterstreicht.

Auspuff

Der Auspuff leitet die Abgase, die im Motor produziert werden, ab. Er besteht in der Regel aus mehreren hintereinander angeordneten Teilen: Abgaskrümmer - direkt an dem Motor Katalysator - filtert die Abgase und reduziert den Schadstoffgehalt Mittelschalldämpfer - dient der Geräuschdämmung Nachschalldämpfer - dient der Geräuschdämmung Endrohr - das letzte Stück vom Auspuff / Ableitung der Gase zum Fahrzeugende.

Auswuchten

Aufgrund von Ungleichgewichten am Rad-Reifen-System durch unterschiedliche Massenverteilung muss ein montierter Reifen ausgewuchtet werden, um einen optimalen Rundlauf zu gewährleisten. Hierzu werden kleine Gewichte an der Felge angebracht. Schlecht ausgewuchtete oder nicht ausgewuchtete Räder beanspruchen Reifen, Radlager und Radaufhängung übermäßig.

Batterie

Ihre Autobatterie speichert den Strom aus der Lichtmaschine und speist die Zündung Ihres Autos beim Starten. Während der Fahrt wird sie geladen. Wenn man die Autobatterie längere Zeit nicht nutzt entlädt sie sich.

Beleuchtung

Die vorgeschriebene Beleuchtung für ein Auto sind zwei weiße Frontscheinwerfer, zwei rote Rücklichter, zwei oder drei rote Bremslichter, eine weiße Rückleuchte für den Rückwärtsgang und vier Blinker. Die Beleuchtung an Ihrem Fahrzeug sollte regelmäßig überprüft werden und immer in Ordnung sein. Auch zusätzliche Nebelscheinwerfer, die nicht zur vorgeschriebenen Beleuchtung gehören, sollten Sie in diese Intervalle mit einschließen. Überprüfen Sie bei eingeschalteter Zündung:

  • die Blinker und die Warnblinkanlage; blinkt ein Blinker doppelt so schnell, ist eine Blinker-Birne auf dieser Seite defekt.
  • Die Bremsleuchten
  • Abblendlicht und Fernlicht
  • Die Nebelschlussleuchte und ggf. die Nebelscheinwerfer

Tipp: Wenn Sie allein die Beleuchtung überprüfen möchten, fahren Sie doch Ihren Wagen vor ein Schaufenster. Im Spiegelbild können Sie die Beleuchtungsanlage überprüfen und auch sehen, ob Ihre Bremsleuchten in Ordnung sind. Bitte beachten Sie, dass auch funktionstüchtige Scheinwerfer nur optimal die Straüe ausleuchten können, wenn sie frei von Schmutz und Öl sind. Sollte einer Ihrer Scheinwerfer defekt oder das Glas des Scheinwerfers beschädigt sein ist es sinnvoll, Rat bei Ihrer Werkstatt einzuholen. Dort können defekte Glühbirnen umgehend ausgetauscht werden und die Scheinwerfer auf Wasserdichte überprüft werden. Kann Feuchtigkeit in die Scheinwerfer eindringen führt das zu Korrosion und Wackelkontakten, die Schäden in der Elektrik hervorrufen.

BioTRED

BioTRED ist ein patentiertes Verfahren, mit dem Stärke aus Mais mittels Photosynthese gewonnen und der Gummimischung hinzugefügt wird. Dieser Rohstoff ersetzt als Füllstoff im Reifen teilweise die Zugabe von Ruß und ermöglicht somit ein besonders umweltfreundliches Produktionsverfahren.

Bodenfreiheit

Die Bodenfreiheit bezeichnet den Abstand zwischen dem Fahrzeugboden und der Fahrbahn. Bei Pkw wird im Allgemeinen der Abstand zwischen dem tiefsten Punkt der Karosserie und der Fahrbahn angegeben. Bei Sportwagen ist die Bodenfreiheit im Vergleich zu Geländewagen sehr gering.

Bordsteinkante

Sowohl das schnelle Überfahren von Bordsteinkanten als auch das Parken auf der Bordsteinkante kann führt zu Quetschungen und damit zu Beschädigung der Karkassfäden. und damit zu einem gefährlichen Reifendefekt führen.

Breitreifen im Winter

Was früher als extrem breit galt, ist heute schon Serie. Früher sagte man, dass Winterreifen gerne etwas schmaler sein dürften. Heute dagegen kann man auch im Winter seine bevorzugte Reifengröße weiterfahren. Die Reifenhersteller haben ihre Winterreifensortimente längst den Verbraucherwünschen angepasst. Breitreifen im Winter haben leichte Nachteile im Tiefschnee und auf Nässe, sind allerdings bei trockener Fahrbahn ihren "schmalen" Kollegen voraus. "Sommerbreitreifen" eignen sich für den Winter überhaupt nicht. Diese Reifen sind sportlich ausgelegt, haben relativ große Profilklötze und keine Lamellierung. Ein Argument gilt nicht mehr: "Für mein Auto gibt es keine Winterreifen". Heute gibt es für jedes Fahrzeug Winterreifen und diese sind sogar für Geschwindigkeiten von bis zu 240 km/h zugelassen.

Bremsassistent

Erkennt eine Notbremsung an der Geschwindigkeit, mit der aufs Bremspedal getreten wird, und baut automatisch den Maximaldruck im System auf. Heißt bei Mercedes-Benz Brake Assist (BAS), bei VW Hydraulischer Bremsassistent (HBA).

Bremse

Wir haben im Fahrzeug eine Fußbremse (hydraulische Bremse) und eine mechanische Bremse (Handbremse). Die Fußbremse kommt beim Fahren des Fahrzeugs zum Einsatz, die Handbremse sichert das stehende Fahrzeug.

Bremsflüssigkeit

Die Bremsflüssigkeit ist dazu da den Bremsdruck, der im Hauptbremszylinder erzeugt wird, über die Bremsleitungen an die Räder weiterzuleiten. Da Bremsflüssigkeit stark Wasser anziehend (hygroskopisch) ist, muss man sie alle zwei Jahre oder nach Herstellerangabe austauschen. ACHTUNG: Bremsflüssigkeit ist giftig!

Bremsplatten

Bremsplatten können entstehen, wenn bei einer Bremsung ohne ABS aus hoher Geschwindigkeit die Räder blockieren. Die Reifen "radieren" heftig über die Fahrbahn und der Abrieb an dieser Stelle ist in den meisten Fällen so stark, dass die Reifen, stark beschädigt sind und gewechselt werden müssen.

Bremsweg

Berechnet sich nach der Formel: (Geschwindigkeit durch 10) mal (Geschwindigkeit durch 10). Erhebliche Bremsweg-Unterschiede beim gleichen Modell ergeben sich durch: Reifenmarke und -modell, Reifengröße, Art der Felgen, Bremsbeläge und - seltener - durch den Fahrzeugzustand. Außerdem spielt natürlich die Fahrbahnbeschaffenheit eine Rolle und kann den Bremsweg zum Beispiel bei Glätte um das Zehnfache verlängern.

C-Reifen

C steht für "Commercial" und bezeichnet Reifen mit verstärktem Unterbau und damit höherer Tragfähigkeit insbesondere für Transporter und Vans.

CBC

CBC - Cornering Brake Control - ist eine Erweiterung des ABS-Systems und erhöht die Fahrstabilität insbesondere beim Bremsen in Kurven. Durch die Verlagerung der Radlasten beim Bremsen in Kurven kann das Fahrzeug instabil werden. CBC dosiert die Bremskraft in jedem einzelnen Rad und minimiert so die Gefahr der Unter- oder Übersteuerung.

Cordfäden

Die Karkasse besteht aus feinen Cordfäden, die früher aus Baumwolle bestanden, heute aber hauptsächlich aus Kunstfaser (im wesentlichen Rayon) bestehen. Die Cordfäden werden gummiert und tragen auf der, der Innenseite des Reifens zugewandten Seite zur Abdichtung eine spezielle Gummischicht. Vom Verlauf der Cordfäden von Wulst zu Wulst hängt die Reifenbauart ab: Sind die Fäden schräg zur Fahrtrichtung angeordnet, handelt es sich um Diagonalreifen, wenn sie quer angeordnet sind, also im rechten Winkel zur Laufrichtung, spricht man von Radialreifen.

Cw-Wert

Der Cw- Wert (Strömungswiderstandskoeffizient) gibt an, wie hoch der Luftwiderstand eines Fahrzeuges ist. Bei der Formel Cw steht das C für WERT (nach den üblichen Formelzeichen) und w für Widerstand. Dieser Wert ist Abhängig von der Fahrzeugform und der Größe der "Stirnfläche" des Fahrzeuges. Je niedriger der Cw- Wert, desto niedriger der Luftwiderstand, was sich wiederum positiv auf den Kraftstoffverbrauch auswirkt.

Diagonalreifen

Bei Diagonalreifen sind die Cordfäden der einzelnen Lagen schräg zur Fahrtrichtung angeordnet. Im Gegensatz dazu gibt es Radialreifen, bei denen die Cordfäden im 90° Winkel zur Laufrichtung angeordnet sind. PKW-Reifen enthalten heute immer eine Radialkarkasse, wobei bei Motorrad-, Flugzeug- und Motorsportreifen auch eine Mischbauweise zum Einsatz kommt.

DOT-Nummer

DOT-Kennzeichnung (DOT=Department of Transport) – das DOT-Symbol ist Teil der Reifenkennzeichnung und bestätigt die Erfüllung des USA-Gesetzes FMVSS 119. Es stellt die Identifkationsnummer für das Herstellerwerk, die Reifengröße, die Reifenausführung – bis hierher in einem 8-stelligen Buchstaben-/Zahlencod – und im Anschluss für das Herstellungsdatum – hier in einem 4-stelligen Zifferncode (meist untersetzt). Die beiden ersten Ziffern geben die Produktionswoche an, die letzten beiden Ziffern das Produktionsjahr. Beispiel: 0110 = 01 Kalenderwoche 2010.
Achtung: Bitte beachten Sie dabei, dass der Teil zum Herstellungsdatum nur auf einer Reifen-Seitenwand angebracht werden muss und sich damit im Zweifelsfalle auch auf der Reifeninnenseite befinden kann!
(Quelle: §§ 27und 36 StVZO)

Drainage

Drainage beschreibt eine Systematik zur Ableitung von Wasser. Gute Drainageeigenschaften eines Reifenprofils sind Voraussetzung für sicheres Fahrverhalten auf regennasser Fahrbahn.

Drehzahl

Die Drehzahl eines Motors wird in 1.000 Umdrehungen pro Minute gemessen und gibt Auskunft über die Umdrehungen eines Motors. Jeder Drehzahlmesser ist mit einem roten Bereich gekennzeichnet. Dieser Bereich ist der kritische Bereich, den man nicht überschreiten sollte, weil sonst die Gefahr eines Motorschadens besteht. Bei Dieselmotoren ist die Drehzahl grundsätzlich niedriger, als bei Benzinmotoren.

Reifenstapel

ECE-Prüfzeichen

Das ECE-Prüfzeichen (ECE: Economic Commission for Europe) bzw. die E-Kennzeichnung steht für genehmigungspflichtige Bauteile an Kraftfahrzeugen. Grundlage für diese Prüfung sind die so genannten ECE-Regelungen der Wirtschaftkommission für Europa der Vereinigten Nationen in Genf. Alle Bauteile (auch bei Reifen), die diese Kennzeichnung tragen, dürfen in Deutschland und Österreich ohne speziellen Eintrag in die Fahrzeugpapiere, oder eine Prüfung durch den TÜV, mitgeführt und betrieben werden. In Deutschland ist die Anerkennung der E-Kennzeichnung seit Anfang 1990 in der StVO § 21a geregelt. „§21a Anerkennung von Genehmigungen und Prüfzeichen auf Grund internationaler Vereinbarungen und von Rechtsakten der Europäischen Gemeinschaften (1) Im Verfahren auf Erteilung der Betriebserlaubnis werden Genehmigungen und Prüfzeichen anerkannt, die ein ausländischer Staat für Ausrüstungsgegenstände oder Fahrzeugteile oder in Bezug auf solche Gegenstände oder Teile für bestimmte Fahrzeugtypen unter Beachtung der mit der Bundesrepublik Deutschland vereinbarten Bedingungen erteilt hat. Dasselbe gilt für Genehmigungen und Prüfzeichen, die das Kraftfahrt-Bundesamt für solche Gegenstände oder Teile oder in Bezug auf diese für bestimmte Fahrzeugtypen erteilt, wenn das Genehmigungsverfahren unter Beachtung der von der Bundesrepublik Deutschland mit ausländischen Staaten vereinbarten Bedingungen durchgeführt worden ist. § 22a bleibt unberührt. (1a) Absatz 1 gilt entsprechend für Genehmigungen und Prüfzeichen, die auf Grund von Rechtsakten der Europäischen Gemeinschaften erteilt werden oder anzuerkennen sind. (2) Das Prüfzeichen nach Absatz 1 besteht aus einem Kreis, in dessen Innerem sich der Buchstabe "E" und die Kennzahl des Staates befinden, der die Genehmigung erteilt hat, sowie aus der Genehmigungsnummer in der Nähe dieses Kreises, gegebenenfalls aus der Nummer der internationalen Vereinbarung mit dem Buchstaben "R" und gegebenenfalls aus zusätzlichen Zeichen. Das Prüfzeichen nach Absatz 1a besteht aus einem Rechteck, in dessen Innerem sich der Buchstabe "e" und die Kennzahl oder die Kennbuchstaben des Staates befinden, der die Genehmigung erteilt hat, aus der Bauartgenehmigungsnummer in der Nähe dieses Rechtecks sowie gegebenenfalls aus zusätzlichen Zeichen. Die Kennzahl für die Bundesrepublik Deutschland ist in allen Fällen "1". (3) Mit einem Prüfzeichen der in den Absätzen 1 bis 2 erwähnten Art darf ein Ausrüstungsgegenstand oder ein Fahrzeugteil nur gekennzeichnet sein, wenn er der Genehmigung in jeder Hinsicht entspricht. Zeichen, die zu Verwechslungen mit einem solchen Prüfzeichen Anlaß geben können, dürfen an Ausrüstungsgegenständen oder Fahrzeugteilen nicht angebracht sein.“* Eine Gesetzesverschärfung gab es 1998 (§ 36 Abs.2b StVZO): „(2b) Reifenhersteller und Reifenerneuerer müssen Luftreifen für Fahrzeuge mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h mit ihrer Fabrik- oder Handelsmarke sowie mit Angeben kennzeichnen, aus denen Reifengröße, Reifenbauart, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitskategorie, Herstellungs- bzw. Reifenerneuerungsdatum hervorgehen. Die Art und Weise der Angaben wird im Verkehrsblatt bekannt gegeben.“* Seit dem 01.10.1998 dürfen in hierzulande Reifen, die nach diesem Datum produziert wurden, nur noch mit dem Prüfzeichen in den Verkauf gelangen. Die ECE 30 schützt so den Verbraucher u.a. vor groben Sicherheitsmängeln, die z.B. bei Billigreifen auftauchen können. Es gibt keine E-Kennzeichnung ohne nachfolgende Nummer, welche dem „E“ folgt. Die Kennzeichnung ist eine Typgenehmigung und basiert nicht auf einer Herstellererklärung, sondern wird z. B. vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) auf Antrag zusammen mit einer Typgenehmigungsnummer erteilt. Der Aufbau und die Anbringung dieser Kennzeichnung ist in der jeweiligen ECE-Richtlinie beschrieben. Die Kennzeichnung besteht aus einem großen E im Kreis und einer auf die jeweilige ECE-Regelung bezogenen Prüfnummer und besagt, dass für die damit gekennzeichneten Bauteile die erforderlichen Prüfungen und Genehmigungen durchgeführt wurden und eine ECE-Bauartgenehmigung erteilt wurde.

Einpresstiefe

Als Einpresstiefe bezeichnet man den Abstand zwischen der Radmitte und der inneren Auflagefläche der Felge auf der Radnabe, der Bremstrommel oder der Bremsscheibe. Eine positive Einpresstiefe (z. B. ET +25) besagt, dass die Felge weiter nach innen (also in Richtung Fahrzeugmitte) baut als nach außen.

Elchtest

Der Elchtest dient dazu die Kurvensicherheit eines Fahrzeuges zu testen. Das Fahrzeug muss bei hoher Geschwindigkeit einen plötzlichen Spurwechsel sicher überstehen, d.h. es darf nicht ausbrechen geschweige denn umkippen. Der Elchtest hat seinem Namen dem berühmten -Mercedes-Benz A-Klasse Test zu verdanken. Der Pkw wurde 1997 in Schweden genau diesem -Dynamiktest unterzogen und kippte dabei um. Konsequenz: Mercedes baute das ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) serienmäßig ein.

Elektronische Reifen

Die Zukunft der Reifentechnologie sind "Elektronische Reifen". Im Reifen eingebaute Sensoren erfassen Fahrbedingungen wie Nässe, Temperatur, Kurven-Radius, Geschwindigkeit etc., geben die Daten an die elektronischen Hilfssysteme weiter, so dass diese unterstützend einwirken können.

ESP

ESP steht für Elektronisches Stabilitäts-Programm. Es schaltet sich automatisch an, sobald Ihr Fahrzeug droht unbeherrschbar zu werden. Das ESP bremst gezielt einzelne Räder ab und verhindert so ein unkontrollierbares Ausbrechen bei Glätte oder schlechtem Untergrund. Zusätzlich gleicht es bei zu abruptem Anfahren das Durchdrehen der Räder aus.

Fabrikatsbindungen

Bis zum Februar 2000 stand in vielen Kfz-Scheinen neben der Reifengröße auch die Angabe der zu verwendenden Reifenmarke und Profilausführung, d.h. Handel und Endverbraucher waren an bestimmte Reifenfabrikate und Typen gebunden. Die im Fahrzeugschein angegebene Reifenausführung wurde von den Fahrzeugherstellern in Bezug auf Fahrverhalten und Freigängigkeit geprüft und somit als unbedenklich freigegeben. Auf Grund eines Beschwerdeverfahrens der Europäischen Kommission hat das BMVBW (Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen) das KBA angewiesen, mit Wirkung vom 01.03.2000 auf Eintragung von Reifen-Fabrikatsbindungen bei Neufahrzeugen zu verzichten. Die vorhandenen Eintragungen verlieren zu diesem Termin ihre rechtliche Verbindlichkeit und sind nur noch als Empfehlungen zu betrachten. Dies gilt für Pkw-, Transporter- und Nutzfahrzeug-Reifen aller Geschwindigkeitsbereiche einschließlich ZR. Bei Motorrädern besteht weiterhin eine eingeschränkte Fabrikatsbindung, d.h, im Fall der Umbereifung ist dann die Herstellerbescheinigung des Motorrad- oder Reifenherstellers mit sich zu führen.

Fahrphysik

Über die Aufstandsfläche der Reifen, also eine Fläche von insgesamt etwa 4 Postkarten müssen sehr hohe Kräfte vom Fahrzeug auf die Straße übertragen werden. Die Kraft wird durch Reibung auf den Boden gebracht und ist abhängig von der senkrecht auf die Unterlage ausgeübten "Normalkraft" und von der Materialpaarung zwischen der Unterlage und der dort aufliegenden Körperseite. Reibung beeinflusst die Fahrphysik beim Anfahren und Beschleunigen, insbesondere aber auch beim Bremsen (Längskräfte), in Kurven (Quer- oder Seitenkräfte) und sogar bei Seitenwind (horizontale Kräfte). In der Reifenentwicklung wird die physikalische Wirkung durch die Laufflächenmischung oder die Profilgestaltung beeinflusst, wobei die mögliche Kraftübertragung auch von äußeren Faktoren, wie z. B. Fahrbahnbeschaffenheit, Geschwindigkeit und Witterung abhängig ist, worauf die Reifenentwickler keinen direkten Einfluss haben.

Fahrwerksgeometrie

Zur Fahrwerksgeometrie zählen u. a. Sturz, Spur und Nachlauf. Um nach einer der Umrüstung auf eine andere Reifendimension die optimalen Fahreigenschaften zu erhalten, ist oftmals eine Anpassung der Fahrwerksgeometrie unerlässlich. Wird dies nicht beachtet, kann es zu negativen Auswirkungen auf das Fahrwerk und durchaus auch zu Beeinträchtigung der Sicherheit kommen.

Feinwuchten

Hierbei werden die Restunwuchten, die durch geänderte Radzentrierung, Nabe und Bremsscheibe auftreten direkt am Fahrzeug ausgeglichen. Feinwuchten sollte man möglichst immer an allen Rädern bei Pkw.

Felgengröße

Die international gebräuchlichen Größenangaben für Felgen - zum Beispiel 7 J x 15 - bezeichnen die Radbreite von Felgenhorn zu Felgenhorn, hier sieben Zoll, sowie den Durchmesser, hier 15". J beschreibt die Form des Felgenhorns (Hump).

Flanke

Die Seitenwand, auch Flanke genannt, ist ein sehr empfindliches Bauteil. Sie beeinflusst maßgeblich Fahreigenschaft und Reifenkomfort. Je niedriger die Flanke gebaut ist, desto stabiler ist zwar das Fahrverhalten, allerdings nimmt mit geringen Einbußen beim der Fahrkomfort ab. Die Höhe der Flanke wird in der Reifenbezeichnung hinter dem Querstrich Schrägstrich angezeigt (z. B. 205/55 R 16), und bezeichnet das Verhältnis der Seitenwandhöhe zur Reifenbreite. In Extremsituationen, wie beim Überfahren eines Bordsteins, können die in der Flanke liegenden Karkassenfäden gequetscht und stark beschädigt werden. Wann und in welcher Situation ein derartiger Defekt folgenschwer in Erscheinung tritt, ist nicht vorherzusagen und damit umso gefährlicher. Über seine physikalischen Eigenschaften hinaus enthält die Flanke alle Informationen über Art, Herkunft, Alter, und Produktionsstätte und Dimension des Reifens.

Fliehkraft

Die Fliehkraft ist im Wesentlichen abhängig von Gewicht und Geschwindigkeit des Autos. Je schwerer und schneller ein Fahrzeug ist, umso mehr wird es in der Kurve von den Fliehkräften nach außen gedrängt.

Freigängigkeit

Bei der Umrüstung und insbesondere bei der Einstellung der Fahrwerksgeometrie ist unbedingt darauf zu achten, dass die Freigängigkeit des Reifens nicht beeinträchtigt ist. Das heißt, Reifen und Felgen dürfen weder der Karosserie zu nahe kommen noch Fahrwerkskomponenten wie Bremse und Spurstange streifen.
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Fußbremse

Die Fußbremse - in der Regel das mittlere Pedal eines Autos - ist ein hydraulisch unterstütztes System. Sie arbeitet mit einer speziellen Bremsflüssigkeit, die alle 2 Jahre ausgetauscht werden sollte. Kontrollieren Sie die Bremsflüssigkeit jedoch in regelmäßigen Abständen, um die Fahrtauglichkeit Ihres Fahrzeugs zu erhalten. ACHTUNG: Bremsflüssigkeit ist giftig!

Fülldruck

Der Reifenfülldruck beeinflusst unmittelbar wichtige Faktoren wie Fahrsicherheit, Spritverbrauch und Reifenverschleiß. Unerklärlich, auch unter ökonomischen Gesichtspunkten, ist daher die Tatsache, dass nur jeder 4. Autofahrer auf unseren Straßen mit optimalem Luftdruck unterwegs ist. Bei 10% der Autofahrer liegt der Minderdruck sogar bei mehr als 0,6 bar unter Normal. Aufgrund von Diffusion durch die Seitenwand verliert ein Reifen stets etwas Luft. Obwohl der Anteil verschwindend gering ist, summiert sich der Luftverlust im Laufe der Zeit auf ein gefährliches Maß. Die Folgen: Seitenführungskräfte im Reifen stehen nicht mehr ausreichend zur Verfügung, das Fahrzeug reagiert verzögert auf Lenkbewegungen, Geradeauslauf und Bremsweg verschlechtern sich. Das wirkliche Ausmaß dieser Mängel wird zumeist erst in Gefahrenzonen deutlich, wenn die Gesamtheit der Fahreigenschaften erforderlich ist, um das Fahrzeug sicher zu steuern. Ist ein Reifen mit zu wenig Luft befüllt, vergrößert sich die Aufstandsfläche, wobei die Druckverteilung der Radlast stark auf die äußeren Ränder verteilt und in der Mitte der Fläche verringert wird. Aufgrund der unterschiedlichen Kräfteverteilung entsteht, abhängig von Geschwindigkeit und Gewicht des Fahrzeugs eine mitunter starke Walkbewegung mit Wärmeentwicklungen von über 150°C. Im schlimmsten Fall überhitzt das Material im Schulterbereich, der Unterbau verliert seine Festigkeit, es lösen sich Teile von Lauffläche und Gürtel ab. Über die Sicherheitsmängel hinaus sind die direkten Folgen für den Geldbeutel des Autofahrers nicht außer acht zu lassen. Bereits 0,2 bar Minderdruck verringert die Lebensdauer eines Reifens um etwa 15%, 0,6 bar Minderdruck um immerhin 45%. Darüber hinaus wird durch die höhere Walkarbeit der Rollwiderstand erhöht, was zwangsläufig den Kraftstoffverbrauch steigert. Der Luftdruck sollte immer bei kalten Reifen geprüft werden, da er durch die Erwärmung des Reifens um bis zu 0,5 bar ansteigt. Angaben zum richtigen Luftdruck findet man in der Tankklappe, am Türholm oder auf jeden Fall in der Betriebsanleitung seines Fahrzeugs. Über den "normalen" Luftverlust hinaus gibt es auch Ursachen für einen verstärkten Luftverlust im Reifen. Eingefahrene Gegenstände in der Lauffläche, Verletzung der Seitenwand oder ein defektes Ventil können bei hohen Belastungen zum Totalschaden des Reifens führen. Schmutz, Staub und Feuchtigkeit können die Funktionsweise des Ventils beeinträchtigen, daher ist immer darauf zu achten, dass das Ventilkäppchen fest angeschraubt ist. Seit einigen Jahren werden im Reifenfachhandel auch speziell dichtende Gase als Reifenfüllungen angeboten, die überwiegend im Fernverkehr eingesetzt werden. Diese Gase entweichen nicht durch die Seitenwand und können den einmal eingestellten Fülldruck etwa ein Jahr halten. Beschädigungen am Reifen oder am Ventil können jedoch auch damit nicht ausgeschlossen und vor allem nicht kompensiert werden. Die sicherste und kostengünstigste Methode ist letztendlich die regelmäßige manuelle Überprüfung des Luftdrucks an der Tankstelle. Nicht zu vergessen ist dabei das Ersatzrad, das man gelegentlich kontrollieren sollte. Hierbei sollte der Luftdruck um 0,5 bar höher sein als beim Gebrauchsreifen. Der Wert kann im Bedarfsfall einfach auf den jeweils benötigten Wert abgesenkt werden, nachträgliches Aufpumpen hingegen ist nicht einfach möglich.

Ganzjahresreifen

Ganzjahresreifen haben eine M+S-Kennung. M+S bedeutet Matsch und Schnee und qualifiziert die Reifen damit auch für den Winter. Allerdings haben auch die besten Ganzjahresreifen im Winter einen längeren Bremsweg als Winterreifen. Auf Grund dessen sind Ganzjahresreifen nur empfehlenswert, wenn Sie wirklich wenig (d.h. weniger als 15.000 km pro Jahr) fahren.

Geschwindigkeitsindex

Der Geschwindigkeitsindex oder "Speed-Index" bezieht sich auf die Höchstgeschwindigkeit des Reifens in Abhängigkeit von der Tragfähigkeit (Tragfähigkeitsindex).

GPS

GPS ist die englische Abkürzung für Global Positioning System. Dieses Satellitensystem ist der Schlüssel zu jedem Navigationssystem. Mit einer Geschwindigkeit von 300.000 km pro Sekunde sendet das GPS Signale, die von Antennen empfangen werden und es ermöglichen, die Navigationssysteme so exakt funktionieren zu lassen.

GRA - Geschwindigkeits-Reglungs-Anlage

Mit Hilfe der elektronischen Geschwindigkeitsreglungsanlage können per Knopfdruck beliebige Geschwindigkeiten weitgehend konstant gefahren werden. Dadurch wird der Fahrer besonders beim Einhalten der Geschwindigkeitbegrenzung und bei langen Fahrten entlastet. Ein kurzer Druck auf das Bremspedal genügt um das System abzuschalten.

Grip

Englischer Begriff für die Haftung der Reifen auf der Fahrbahn - Griffigkeit. Grip ist ein Begriff aus dem Rennsport und bezeichnet die Intensität des Kontaktes zwischen Reifen und Fahrbahn. Abhängig vom Anfahr- und Bremsverhalten sowie von der Geschwindigkeit, vor allem in Kurven, beschreibt der Grip genau den Bereich, in dem das Fahrzeug nicht rutscht. Durch spezielle Anpassungen wie Gummimischung, Reifendruck, Reifenbreite und Radsturz kann die Haftfähigkeit der Reifen positiv beeinflusst werden.

Gummimischungen

Für einen Reifen werden unter Umständen mehr als zehn verschiedene Gummimischungen benötigt. Der Unterschied resultiert aus den unterschiedlichen Anforderungen, die an die einzelnen Bauteile eines Reifens gestellt werden, wobei die Herstellung der verschiedenen Mischungen im Prinzip gleich ist. Ziel ist letztendlich, ganz bestimmte Leistungsmerkmale zu erreichen, die Erreichung ganz bestimmter Eigenschaften, die der Reifen als Gesamtheit zu erfüllen hat.

Gurtstraffer

Ohne den Gurtstraffer wäre der eigentliche Sicherheitsgurt nur halb so sicher. Im Falle eines Aufpralls oder beim Zusammenstoß mit einem Hindernis, tritt der Gurtstraffer in Kraft. In den genannten Situationen wird der Gurt durch den Gurtstraffer innerhalb von Sekundenbruchteilen, um bis zu 15 cm angezogen. So ist gewährleistet, dass auch bei dickerer Bekleidung der Gurt fest anliegt.

Gürtel

Unter der Lauffläche, direkt über der Karkasse, liegen mehrere Cord-ähnliche Lagen aus dünnen Stahldrähten. Diese so genannten Gürtelfäden liegen im spitzen Winkel zur Lauffläche des Reifens. Der Gürtel sorgt für die Stabilität des Reifens und optimiert eine Vielzahl von Eigenschaften, wie die Verringerung des Rollwiderstandes und dadurch die Temperatur im Reifen. Der gesamte Reifen wird fahrstabil, die Lenkpräzision ist hervorragend. Die Stahlcordfäden sind zum Schutz gegen Rost und um eine bessere Verbindung zum Kautschuk zu erreichen, vermessingt. Zum Schutz der Gürtellage wird, je nach Ausführung, eine Messing- oder Kautschuk Beschichtung aufgetragen, die den Stahlcord gegen Rost schützt und die Verbindung zum Gummi unterstützt. Trotzdem kann bei einer Beschädigung des Reifens kann Feuchtigkeit eindringen und der Stahlgürtel kann rosten. Die Folge: Es kann zu gefährlichen Gürtelablösungen kommen. Der Gürtel wurde bereits aus verschiedenen Materialien hergestellt. So verwendete man in den Anfängen der Reifenherstellung Textilcord. In modernen Hochleistungsreifen werden heute sogar Aramidfasern (Kevlar-Kohlestofffasern) verwendet. Letztendlich ist die Verwendung des Stahlgürtels heute jedoch die Regel und wird in der Reifenherstellung praktiziert.

Haftung

Haftung ist ein wichtiges Sicherheitsmerkmal, beschreibt es doch den direkten Kontakt des Reifens mit der Straße. Haftung bei Trockenheit, bei Nässe und bei Schnee wird durch die Anordnung der Lamellen und einer speziellen Gummimischung in der Lauffläche erreicht. Ziel ist die möglichst intensive Verbindung des Reifens mit der Straße unter einer größtmöglichen Anzahl an Bedingungen.

Kraftstoffverbrauch

Der Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeugs wird durch die Reifen beeinflusst. Der Rollwiderstand eines Reifens wird mit dem EU-Reifenlabel gekennzeichnet. Auf dem Label wird der Rollwiderstand auf einer Skala von A bis G angegeben. A steht für den geringsten und G für den höchsten Rollwiderstand. Eine Klasse höher ergibt eine Einsparung von ca. 0,1 bis 0,15 Liter Kraftstoff auf 100 km. Ab 0,2 bar weniger als empfohlen, verbraucht ein Fahrzeug ca. 1% mehr Sprit.

Lagerung

Reifen müssen gut gelagert werden, das übernehmen wir gerne für Sie. Tipps zum selbst einlagern:

  • Position markieren mit VR = vorne rechts, VL = vorne links, HR = hinten rechts, HL = hinten links
  • Steinchen und Dreck entfernen
  • Trockener, kühler Lagerraum
  • Stapeln Sie Reifen (auf Felgen) liegend und Reifen ohne Felgen senkrecht

Reifendruck

Falscher Reifenluftdruck ist der häufigste Grund für Reifenschäden. Es wird empfohlen alle 2 Wochen den Luftdruck zu überprüfen. Dies verringert den Verschleiß und vermeidet unvorhergesehenes Fahrverhalten. Außerdem verursacht zu geringer Reifendruck höheren Kraftstoffverbrauch. Ab 0,2 bar weniger als empfohlen, verbraucht ein Fahrzeug 1% mehr Sprit.

Runflat

Runflat Reifen heissen Reifen mit Notlaufeigenschaften. Die Hersteller nutzen für die Kennzeichnung von Reifen mit Notlaufeigenschaften unterschiedliche Abkürzungen.

Schneekettenpflicht

Schneeketten sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz immer Pflicht, wenn es durch Verkehrsschilder angezeigt wird.

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag
8.00 bis 17.00 Uhr
Samstag
8.00 bis 12.00 Uhr

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